Wenn ich in den letzten Monaten mit Autor:innen, Produzent:innen oder Studierenden über Künstliche Intelligenz gesprochen habe, wird das Interesse immer größer nicht nur mit den Sprachmodellen zu arbeiten.
Und genau deshalb starte ich gemeinsam mit Mark Wachholz, Tobias Huber und weiteren KI-Expert:innen an der Master School Drehbuch ein neues Format: das KI.lab – Werkstatt für Filmentwicklung mit KI.
Warum ein ganzes Lab – und kein Wochenendseminar?
KI verändert unsere Arbeit nicht als Trend, sondern als neue Produktionslogik. Wer heute Stoffe entwickelt, merkt schnell: Die Trennung zwischen „Schreiben“ und „Visualisieren“ löst sich auf. Bilder, Moodboards, kurze Videosequenzen entstehen parallel zum Text – und wirken auf ihn zurück. Eine Figur, die man früh als Bild sieht, schreibt sich anders. Ein Raum, den man in Bewegtbild prototypisiert, verändert die Szene, bevor sie überhaupt auf dem Papier steht.
Das lässt sich nicht an einem Wochenende erarbeiten. Deshalb sind es sieben Monate, berufsbegleitend, von Ende September 2026 bis Mitte April 2027, in einer Mischform aus Präsenz in Berlin und Online-Terminen. Jede:r Teilnehmende arbeitet durchgehend an einem eigenen Projekt – Spielfilm, Serie, Kurzfilm, Format. Was auch immer entwickelt werden soll: Es wird kontinuierlich in Text und Bild gedacht.
Was mich an diesem Format besonders reizt
Drei Dinge, die das KI.lab vom üblichen Weiterbildungsangebot unterscheiden:
Erstens: Die Projekte stehen im Mittelpunkt, nicht die Tools. Natürlich lernen die Teilnehmenden prompten, KI-basierte Bilderzeugung, Kamerabewegungen in generierten Sequenzen, Ton, Schnitt. Aber immer gekoppelt an das eigene Material. Theorie, Tool-Einführung und Anwendung greifen ineinander – das halte ich nach vielen Jahren Dramaturgie-Arbeit für den einzigen Weg, auf dem Werkzeug wirklich zu Handwerk wird.
Zweitens: Teams sind ausdrücklich willkommen. Ob Autor:innen-Duo oder Gespann aus Autor:in und Produzent:in – das KI.lab ist für beide offen, bei reduzierter Gebühr für die zweite Person. Das spiegelt, wie Entwicklung in der Praxis ohnehin zunehmend funktioniert: arbeitsteilig, visuell, iterativ.
Drittens: Am Ende steht ein vorzeigbares Ergebnis. Das kann ein präsentationsfähiger Projektstand mit Bildern und Bewegtbild-Prototypen sein – oder ein vollständiger KI-Kurzfilm, der direkt bei Festivals eingereicht oder auf YouTube veröffentlicht werden kann. Die Abschlusspräsentation am 15.04.27 findet im Rahmen eines Offenen Abends an der Master School statt.
Zeitraum: 26.09.26 – 15.04.27, berufsbegleitend
Ort: Berlin (Präsenzmodule) + Online-Termine
Leitung: Oliver Schütte, Mark Wachholz, Tobias Huber & weitere Expert:innen
Eigenes Projekt: durchgehend von der Stoffentwicklung über visuelle Konzeption bis zu Bewegtbildprototypen und Pitching
Kosten: 3.200 € zzgl. ca. 200 € für KI-Software; Teams: zweite Person nur 1.600 €
Hinweis: Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit leider nicht möglich